Hintergrundbild Deutsches Kinderhilfswerk

Ausbildung zur Prozessmoderatorin/zum Prozessmoderator

für Kinder- und Jugendbeteiligung 2020/21 in Bayern

Kinder und Jugendliche sind Expert/innen in eigener Sache, können sich eine Meinung bilden und Entscheidungen treffen – wenn Erwachsene sie lassen! Ob im Jugendzentrum, im Verband oder der Kommune: Jugendarbeit soll an den Interessen der jungen Menschen anknüpfen, von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden und sie u.a. zu gesellschaftlicher Mitverantwortung anregen – so lautet der gesetzliche Auftrag an Jugendarbeit (§11 SGB VIII).

Das ist leichter gesagt als getan, denn für nachhaltige Beteiligungsprozesse braucht es neben guter Planung, Auswahl altersgerechter Methoden und zeitnahen Ergebnissen
vor allem die strukturelle Verankerung. Es sind viele Beteiligte, die dafür an einem Strang ziehen und koordiniert werden wollen, u.a. politische Entscheidungsträger/innen vor Ort, Jugendliche und letztlich auch die pädagogisch Verantwortlichen.

Das Besondere an dieser Ausbildung
Die Ausbildung vermittelt Methoden und Kompetenzen, um Beteiligungsprojekte durchzuführen, und zeigt auf, wie Partizipation von Kindern und Jugendlichen verankert werden kann. Die Identität und Rolle als Moderator/in wird entwickelt und der Fokus auf breit angelegte Beteiligungsprozesse gelegt, die ausdrücklich sozial benachteiligte, politikferne oder junge Menschen mit Migrationsgeschichte einschließen.

Die Inhalte werden so aufbereitet, dass sie direkt im eigenen Arbeitsfeld angewandt werden können. Die Entwicklung und Umsetzung eines eigenen praxisbezogenen Beteiligungsprojektes findet schon während der Ausbildung statt und wird von den Trainerinnen intensiv begleitet.

Konzept | Curriculum
Das Deutsche Kinderhilfswerk führt diese mehrfach weiter entwickelte Ausbildung bereits seit 1997 bundesweit durch – nun erstmals in Kooperation mit dem Institut für Jugendarbeit Gauting und somit bayernweit. Grundlage ist das von Prof. Waldemar Stange entwickelte Curriculum.

Inhalte | Zielgruppe
Inhalte
• Grundlagen der Kinder- und Jugendbeteiligung (fachlich, rechtlich, politisch)
• Der Dreiklang gelingender Partizipation: Haltung, Struktur und Methodik
• Planung von Beteiligungsprozessen: strukturelle Voraussetzungen, Strategien und Vernetzung kennen und schaffen
• Sozialraumerkundung und Bedarfsanalyse
• altersgerechte Methoden, Visualisierung und Präsentation von Beteiligungsprojekten
• Methoden-Fokus: e-Partizipation
• Qualität sichern: Evaluation & Dokumentation, Öffentlichkeitsarbeit & Fundraising 
Ziele
Teilnehmende können Beteiligungsprozesse initiieren und professionell gestalten. Sie lernen Partizipation in ihren Kommunen, Organisationen und Einrichtungen zu stärken.
Zielgruppe
Multiplikator/innen der Kinder-, Jugend-, Sozial- und Gemeinwesenarbeit, der außerschulischen Bildung, des Quartiersmanagements; Stadt- und Landschaftsplaner/innen, Jugendbeauftragte in den Gemeinden u.a.

Verantwortlich
Ina Benigna Hellert, Institut für Jugendarbeit
Sebastian Schiller, Deutsches Kinderhilfswerk e.V.

Trainerinnen
Elisabeth Raschke, MA Analytical Philosophy (UK), Coach (SG), zertifizierteTrainerin für Prozessmoderation, Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
Elisabeth Raschke navigiert mit ihrer Firma h3k in freiberuflichen Gewässern. Als Coach unterstützt sie Fach- und Führungskräfte in herausfordernden Situationen und am Übergang; Teams und Events erfahren durch ihre Moderation Struktur und Rhythmus. Wenn die Graphic Recorderin als #skribbeli nicht gerade live zeichnet, kreiert sie Prozesse für Beteiligungs- und Konfliktlösungs-Verfahren. Elisabeth ist gelernte Analytische Philosophin und Literaturwissenschaftlerin.

Claudia Thiele, Dipl.-Verwaltungswiss. (Univ.), zertifizierte Trainerin für Prozessmoderation, Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
Claudia Thiele arbeitet als freiberufliche Prozessmoderatorin. Seit den 90er Jahren ist sie aktive Mitstreiterin für Kinderrechte und für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Sie bringt vielfältige praktischen Erfahrungen mit, die sie zunächst beim Münchner Kinder- und Jugendforum (Kultur und Spielraum e. V.) und später beim Dachverband der Elterninitiativen (KKT e. V.) gesammelt hat. Als Diplom-Verwaltungswissenschaftlerin blickt sie durch in den Strukturen und Verfahren von Kommunen, Parteien und Verbänden. Ehrenamtlich ist sie in der Lenkungsgruppe des Bundesnetzwerks Kinder- und Jugendbeteiligung aktiv.

Kooperation & Zertifizierung
Bei kontinuierlicher Teilnahme mit Praxisprojekt schließt die Ausbildung mit dem bundesweit anerkannten Zertifikat „Prozessmoderator/in für Kinder- und Jugendbeteiligung“ des Deutschen Kinderhilfswerks und des Instituts für Jugendarbeit ab.

Umfang & Termine
18 Tage, verteilt auf sechs Seminare und zwei Kalenderjahre

1. Modul: 14. bis 16. Dezember 2020 (Mo bis Mi)
2. Modul: 01. bis 03. Februar 2021 (Mo bis Mi)
3. Modul: 17. bis 19. Mai 2021 (Mo bis Mi)
4. Modul: 08. bis 10. September 2021 (Mi bis Fr)
5. Modul: 13. bis 15. Oktober 2021 (Mi bis Fr)
6. Modul | Abschluss: 24. bis 26. Nov. 2021 (Mi bis Fr)
Die Seminartage beginnen am ersten Tag um 11:00 Uhr und enden am dritten Tag um 16:00 Uhr.

Kosten der Weiterbildung
1.980 Euro für Mitarbeitende der Jugendarbeit in Bayern (§§11-14 SGB VIII) incl. U/V
2.380 Euro für Teilnehmende aus anderen Feldern der Jugend- und Sozialarbeit

Veranstaltungsort
Institut für Jugendarbeit Gauting
Germeringer Straße 30
82131 Gauting
Fon 0 89 | 89 32 33-0
Fax 0 89 | 89 32 33-33
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www.institutgauting.de 

Flyer zum Download

 

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