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Seminarangebot

Interkulturelle Kompetenz als Grundlage gelingender Kommunikation in Beteiligungsprozessen

Migration und Beteiligung in der Kinder- und Jugendarbeit

Deutschland ist eine Einwanderungsgesellschaft. Ca. 14 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund leben heute in Deutschland. Die Gründe für ihre Zuwanderung sind so verschieden, wie die sozialen und kulturellen Milieus, in denen sie leben. Oberflächlich wird ihnen eine vordergründige ethnische Identität zugeschrieben, wie Muslima, Russe, Türkin, Albaner. Dabei leben sie teilweise ihr ganzes Leben hier. Ist kulturelle Identität mit einer Zuschreibung beschrieben? Oder haben Migranten mehrere kulturelle Identitäten? Scheinbar mühelos überwinden sie alltägliche Kulturgrenzen, ihre eigene kulturelle Identität wird oft mittels Abgrenzung definiert. Häufig wird von (jugendlichen) MigrantInnen ein einseitiges Integrationsverständnis erwartet. Dabei wird schnell vergessen, dass Integration immer ein Prozess unterschiedlicher Menschen und Gruppen ist. Verhaltensweisen wirken schnell kontraproduktiv, wenn der Hintergrund für das Verhalten des anderen nicht verstanden wird. „Wie bekomme ich Kontakt“ ist die Grundlage weiteren Handelns. Wenn es gelingt Zugang zu Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund mit ihren scheinbar vergleichsweise intakten familiären und nachbarschaftlichen Unterstützungsnetzen und den vorhandenen Ressourcen zu bekommen, können diese Ressourcen gewinnbringend nutzbar gemacht werden. Die soziale Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die oft in sozial benachteiligten Gebieten leben, ist nicht selbstverständlich und benötigt spezielle Kenntnisse. Mit dem „Sozialraumblick“ und aktivierenden bzw. kreativen Zugangsformen der Beteiligung sind Kinder und Jugendliche anders zu verstehen und zu erreichen. Im Seminar wollen wir den Blick schärfen für unseren derzeit praktizierten Umgang mit unseren Adressatinnen. Gleichzeitig lernen und üben wir neue Wege und Möglichkeiten der interkulturellen Kommunikation.

Ziele:
Vermittelt werden Grundbegriffe der interkulturellen Kompetenz und Möglichkeiten Kinder und Jugendliche an Beteiligungsansätzen partizipieren zu lassen.

Inhalte:

  • Basiswissen zu interkultureller Kompetenz
  • Auseinandersetzung mit „fremden“ Verhaltensweisen
  • Reflexion scheinbar vertrauter Handlungsmuster
  • Bearbeitung von Fällen aus der Praxis derTeilnehmenden
  • Erlernen und Erproben neuer Handlungsmuster
  • Erkennen und Nutzen von Ressourcen für die Alltagsarbeit
Datum:
Donnerstag, 18.02.2010 10:00-17:30 Uhr
Freitag, 19.02.2010 09:00-16:30 Uhr

Kosten:
€100 inkl. Verpflegung und Seminarunterlagen

Veranstaltungsort:

Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
Werkstatt für Demokratie
10117 Berlin

Referent:
Frank Dölker, M.A. Intercultural Communication, Diplom Sozialarbeiter, Mediator, 12 Jahre Mobile Jugendarbeit mit Jugendlichen mit Migratioinshintergrund

Weitere Informationen unter: 

Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
Werkstatt für Demokratie
Leipziger Str. 116 – 118
10117 Berlin
Internet:  www.kinderpolitik.de

Ansprechpartnerin:
Henrike Weßeler
Tel: 030 - 30 86 93 32
E-mail: werkstatt@dkhw.de

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