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Methoden Mind Map, Mind Mapping  im Detail - Methoden und Spiele zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
Mind Map
Mind Mapping
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Kurzbeschreibung:

Kreative Visualisierungsmethode, bei der spontan um einen Schlüsselbegriff herum Gedanken, Ideen und Lösungsvorschläge gesammelt und Zusammenhänge, Gegensätze usw. strukturiert verdeutlicht werden.
Methodentyp:Sonstige Methode
Altersgruppe:8 - 99 Jahre
Gruppengröße:4 - 25 Personen
Gruppeneigenschaften:Kinder,
Jugendliche,
Erwachsene
Dauer:ca. 15 Minuten
Ort:drinnen
Anzahl Personal:1
Personal:Moderator/in
Vorbereitungsaufwand:gering
Materialbedarf:gering
Ziele:(Problem-) Lösungen finden und sammeln,
anwärmen und einstimmen (thematisches Warming-up),
Assoziieren (frei und thematisch),
Ideen entwerfen und sammeln,
in Themen einsteigen,
komplexe Inhalte/Themen strukturieren
Inhaltlich offen:ja
Weitere Infos vorhanden zu:

Verlauf    Hinweise zur Durchführung    Pädagogische Hinweise    Vorbereitungen    Benötigtes Material    Voraussetzungen am Veranstaltungsort    Varianten     weiterführende Literatur     Quelle

Durchführung:

Mind Mapping kann sowohl zur Entwicklung von Ideen, Lösungsvorschläge usw. als auch zur Strukturierung von Gedanken, Ideen und zur assoziativen Annäherung an ein Thema oder zur Belebung von Erinnerungen und Wissen eingesetzt werden. Immer dient es dazu, komplexe Strukturen darzulegen und Zusammenhänge und Gegensätze klar zu visualisieren. Es entsteht eine "Landkarte des Geistes" (Mind Map).
1.Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten jeweils ein Blatt (DIN A 3 oder DIN A 4), das sie quer legen. Ihnen stehen Stifte in mehreren Farben (am besten auch Textmarker) zur Verfügung.
2.Die Moderation bittet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, den Begriff bzw. das Thema in die Mitte des Blattes zu schreiben und einzukreisen.
3.Zu diesem Begriff soll nun assoziiert werden. Die assoziierten Begriffe werden um den zentralen Begriff herum gruppiert. Dabei gelten folgende Regeln:
a)Es wird in Druckbuchstaben (große und kleine) geschrieben.
b)Wenn möglich, sollte immer nur ein Begriff, Schlagwort o.ä. geschrieben werden.
c)Zur Verdeutlichung von Verbindungen, Zusammenhängen usw. können Linien, Pfeile und andere Symbole verwendet werden.
d)Farbliche Hervorhebungen sind ausdrücklich erwünscht.
e)Auch Zeichnungen und Symbole sind erlaubt.
4.Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beginnen nun, ausgehend vom zentralen Begriff, neue Begriffe zu assoziieren. Sie können zunächst diesem Begriff folgen und so einen "Ast" entstehen lassen. Ist der Ast zu Ende gedacht, entsteht ein neuer Ast an anderer Stelle. So entstehen Hauptlinien und Oberbegriffe, Nebenlinien und Sackgassen. Trotz der spontanen, kreativen und assoziativen Arbeitsweise entstehen strukturierte Ergebnisse.
5.In der Regel ist die erste Phase des Mind Mapping nach etwa 5 Minuten zu Ende. Wenn dies noch nicht geschehen ist, bittet die Moderation die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ihre Mind Maps noch einmal anzuschauen und evtl. weitere Verknüpfungen und Zusammenhänge kenntlich zu machen. Mind Maps bleiben immer veränderbar!
6.Nun werden die Mind Maps zusammengetragen, vorgestellt und ausgewertet.
7.Je nach geplantem Verlauf kann nun aus den subjektiven Mind Maps ein gemeinsamer Mind Map entstehen oder die Ergebnisse auf andere Weise in die Arbeit einfließen.
  
Hinweise zur Durchführung:

• Manchmal wird empfohlen, das Blatt für das Mind Mapping im Hochformat zu legen und nicht, wie hier beschrieben, im Querformat. Am besten ist es, dies selbst auszuprobieren.
• Die Beschränkung auf ein Wort pro "Ast" dient derr Konzentration auf Schlüsselbegriffe und erleichtert die Auswertung.
• Die Methode kann auch in Gruppen mit jüngeren Kindern angewendet werden. Hier empfiehlt sich aber die Verwendung der Variante 1.
  
Pädagogische Hinweise:

Mind Mapping trägt der Erkenntnis Rechnung, dass subjektives Wissen netzartig aufgebaut ist. Mündliche oder schriftliche Äußerungen zu einem Thema verlaufen linear, was die Schwierigkeit vergrößert, Zusammenhänge, Folgerungen und Gegensätze zu verdeutlichen und sinnhaft darzustellen. Durch Mind Mapping kann netzartig strukturiertes Wissen "auf mehreren Ebenen" visualisiert werden.
  
Vorbereitungen:

Eine Pinnwand wird vorbereitet und Material (siehe dort) bereitgestellt.
  
Benötigtes Material:

Für die Grundform:
ein Blatt (DIN A 3 oder DIN A 4) für jeden Teilnehmer,
Stifte in verschiedenen Farben für alle (evtl. Textmarker),
Pinnwände oder Wandzeitung zur Ausstellung der Mindmaps,
Pinnadeln oder Klebestifte
Für die Variante 1:
Eine Pinnwand mit großem Papierbogen,
Moderationskarten,
Pinnadel,
Filzschreiber,
Für die Variante 1:
Moderationskarten in ausreichender Zahl für alle,
Filzschreiber,
Papierbögen,
Klebestifte (und evtl. Pinnadeln)
  
Voraussetzungen am Veranstaltungsort:

eine Pinnwand
  
Varianten:

Variante 1: Es kann auch eine gemeinsamee Mind Map erstellt werden. Dazu wird der Begriff zentral auf einen großen Papierbogen geschrieben. Im Gespräch, durch Zuruf oder Kartenabfrage werden nun die Assoziationen gesammelt, auf Karten geschrieben und angepinnt. Durch "Umhängen" kann die Struktur immer wieder verändert werden. Schließlich werden durch Linien und Symbole Zusammenhänge, Verknüpfungen, Abfolgen usw. gekennzeichnet.
Variante 2: Auf ähnliche Weise wie bei Variante 1 kann auch bei subjektiven Mind Maps verfahren werden. Es werden zunächst Begriffe von jedem assoziiert und auf Karten geschrieben. Im nächsten Schritt erst werden die Begriffe auf einem Papierbogen räumlich angeordnet und durch Linien, Verästelungen, Einkreisungen, Hervorhebungen strukturiert, mit einander verknüpft und in Zusammenhänge gebracht. Die Karten der subjektiven Mind Maps können nun für die Erstellung einer gemeinsamen verwendet werden.
  
Literaturhinweise:Kirckhoff/Mogens: Mind mapping: Einführung in eine kreative Arbeitsmethode. Offenbach 1995, 8. Aufl.
Lipp, U.: Mind-Mapping in der Schule. In: Pädagogik, 1994, H. 10, S. 22-26
  
Quelle:Capek, Peter: Mind Mapping : besser strukturieren, schneller protokollieren, deutlicher visualisieren. - Frankfurt [u.a.], 2003.
  
Redakteur(in):

Schmitz
  
 



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