Hintergrundbild Deutsches Kinderhilfswerk

Baustein Nr. 23: Sucht bekämpfen, Präventions- und Hilfsangebote ausbauen

Einleitung-Baustein-23 -DKHW-Sylvia KohnAm 20. November 2014 feiert die UN-Kinderrechts­kon­ven­tion ihr 25-jähriges Jubiläum. Doch auch wenn wir in den letzten Jahren einige Fortschritte verzeichnen konnten, so ist Deutschland noch immer kein kinderfreundliches Land.

Kinder und Jugendliche sind mehr und mehr Situationen ausgesetzt, in den sie mit Suchtmitteln jeglicher Art konfrontiert werden. Immer mehr haben bereits in frühen Jahren Kontakt zu legalen und illegalen Drogen. Doch es muss auch vor anderen Suchtgefahren gewarnt werden. So zum Beispiel die Spielsucht oder übermäßiger Konsum der neuen Medien. Es ist Aufgabe der Eltern und der Gesellschaft sich für die Initiierung von Präventionsprogrammen einzusetzen und Kindern und Jugendlichen auf diesem schwierigen Weg zu begleiten. Warum sich das Deutsche Kinderhilfswerk im Kampf gegen Suchtprobleme bei Kindern und Jugendlichen einsetzt, erklären wir in unserem Baustein Nr. 23 für ein kindgerechtes Deutschland:


23. Sucht bekämpfen, Präventions- und Hilfsangebote ausbauen

Kinder und Jugendliche haben laut Studien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bereits in sehr jungen Jahren Kontakt zu legalen und illegalen Drogen. Für viele sind der gelegentliche oder auch regelmäßige Konsum von Nikotin, Alkohol und Medikamenten ebenso selbstverständlich wie der von Cannabis oder Ecstasy. Und auch jenseits von Drogen sind Kinder und Jugendliche durch Suchtprobleme in ihrer persönlichen und gesundheitlichen Entwicklung gefährdet.So gehören bei ihnen beispielsweise Magersucht oder Spielsucht inzwischen zum Alltag.

Grundsätzlich sind die Erziehung zur Selbständigkeit und Unabhängigkeit sowie ein gut ausgebildetes Selbstwertgefühl die besten Voraussetzungen, damit Kinder und Jugendliche ein suchtfreies Leben führen können. Zudem sind die Prävention durch Gesundheitsförderung und die Stärkung der Handlungskompetenz wichtige Faktoren. Bewegung und richtige Ernährung sind wesentliche Bestandteile einer suchtpräventiven Erziehung.

Wo gibt es weitere Informationen?

1. Internetlink projekt-trampolin.de:

Eine Internetseite, die sich sowohl an Kinder, als auch betroffene Eltern richtet und zusätzlich Informationen und Material für Fachkräfte bereitgestellt. Es wird auf verschiedene Suchtformen Bezug genommen. Es werden Beispiele von prominenten Personen gebracht, die ähnliche Situationen erlebt haben. Dadurch wird bei dem jungen Publikum Interesse geweckt und die Motivation gegen die Sucht gesteigert.

2. Gesamtkonzept des Tannenhof Berlin-Brandenburg e.V.:

Diese Einrichtung bietet ein breitgefächertes Angebot für Kinder und Jugendliche, die Suchtprobleme haben oder aus suchtbelasteten Familien kommen. Zusätzlich wurde eine Tannenhof- Schule gegründet, die Kindern und Jugendlichen, die es aus der Sucht geschafft haben, eine durch kompetente Mitarbeiter begleitete Schulzeit bietet und so Präventionsarbeit im Bereich des Suchtrückfalls leistet.