Hintergrundbild Deutsches Kinderhilfswerk

Baustein Nr. 16: Schulische Bildung von Kindern und Jugendlichen verbessern

Einleitung-Baustein-16 -art-sessionAm 20. November 2014 feiert die UN-Kinderrechts­kon­ven­tion ihr 25-jähriges Jubiläum. Doch auch wenn wir in den letzten Jahren einige Fortschritte verzeichnen konnten, so ist Deutschland noch immer kein kinderfreundliches Land.

In der deutschen Bildungslandschaft findet sich kaum einer zurecht: Jedes Bundesland hat seine eigenen Schulformen.  Um ein Beispiel zu nennen: Während die Kinder in Rheinland- Pfalz nach der vierjährigen Grundschule entweder eine  Realschule Plus, ein Gymnasium, eine Förderschule  oder eine IGS besuchen, endet die Grundschule in Berlin erst nach sechs Jahren.  Dabei machen es die skandinavischen Länder doch vor: Ganztagsschulen fördern nicht nur die Bildung, sondern auch die Chancengleichheit. Warum sich das Deutsche Kinderhilfswerk für eine Verbesserung der schulischen Bildung von Kindern und Jugendlichen einsetzt, erklären wir in unserem Baustein Nr. 16 für ein kindgerechtes Deutschland:


16. Schulische Bildung von Kindern und Jugendlichen verbessern

Bildungspolitik muss in Deutschland endlich als gesamtstaatliche Aufgabe begriffen und bearbeitet werden. Dabei geht es in erster Linie darum, dass die Bildungspotentiale unserer Kinder voll und ganz ausgeschöpft werden. Es muss sichergestellt werden, dass endlich Chancengerechtigkeit für alle Kinder hergestellt wird. Denn mehr Chancengerechtigkeit, besonders auch für die Kinder aus sozial benachteiligten Familien, ist ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland.

Wo gibt es weitere Informationen?

1. Jutta Almendinger, Soziologin, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung:

„Wir brauchen qualitativ hochwertige und unentgeltliche frühkindliche Bildungs- und Betreuungsangebote. Wir brauchen Ganztagsschulen mit Personal, das auch sozialpädagogisch geschult ist. [...] Jedes Kind hat das Recht auf eine individuelle Förderung und Bildung – und zwar unabhängig von seiner Herkunft. Wollen wir Kindern dieses Recht geben, dann müssen wir viel entschlossener früh ansetzen und bedingungslos versuchen, alle Kinder so lange wie möglich in der Schule mitzunehmen.“

2. Arbeitsheft:

Das Arbeitsheft „Hier steht nichts drin, was du nicht über Kinderrechte wissen solltest“ bietet eine tolle Hilfe, um die Kinderrechte in der Schule zu thematisieren. Neben spannenden Artikeln gibt es unter anderem ganz viele Bastelbögen, Weltentdecker-Aufgaben sowie Spiel-und Buchanregungen zum Selbermachen!