Hintergrundbild Deutsches Kinderhilfswerk

Diskussionsregeln

Kurzbeschreibung:

Mit einfachen und "stummen" Zeichen, die vorher vereinbart wurden und für alle verbindlich gelten, kann jede/r seine Meinung zu Diskussionsbeiträgen oder zum Diskussionsverlauf äußern und damit Rückmeldung geben, ohne "dazwischen" zu reden.

Methodentyp

Sonstige Methode

Altersgruppe:

6 - 14 Jahre

Gruppengröße:

8 - 50 Personen

Gruppeneigenschaften

Kinder

Teilnehmerrekrutierung

keine Angaben

Dauer

prozessbegleitend

Ort

drinnen

Anzahl Personal

1

Personal

Moderator/in

Vorbereitungsaufwand

gering

Materialbedarf

gering

Ziele

Arbeitsvertrag schließen/ Regeln festlegen
nach Regeln über ein Thema diskutieren

inhaltlich offen

ja

Durchführung:

Diskussionen bedürfen zumeist einer Gesprächsleitung. Aber oft ist auch eine geübte Moderation überfordert, wenn es darum geht, alle zu integrieren, die Schüchternen und weniger Wortgewaltigen zu animieren und gleichzeitig die "Viel-Redner" im Zaum zu halten.
Einfache und stumme "Zeichen", die allen jederzeit zur Verfügung stehen, können bei der Gesprächsführung helfen und geben der Moderation ein spontanes Feedback über die Stimmung in der Gruppe. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer übernehmen damit selbst Verantwortung für den Gesprächsverlauf und die Gesprächskultur. Außerdem trägt die "Zeichensprache" dazu bei, die Diskussion lebendiger zu machen und motiviert so manchen, sich zu beteiligen.
1. Die Moderation bereitet ein Plakat vor, auf dem die Zeichen erklärt sind (Symbole - daneben kurze Erläuterung) und stellt sie den im Kreis sitzenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor.
Die Zeichen können aus einer Kombination aus Handzeichen und "Karten" in verschiedenen Farben und mit verschiedenen Zeichen bestehen.
Bespiele für Zeichen:
- Hand heben: Ich möchte etwas dazu sagen (Die Moderation notiert die Meldungen in der Reihenfolge und gibt das Rederecht weiter.).
- Daumen hochgestreckt: Das, was du sagst, ist gut, unterstütze ich.
- Daumen nach unten: Damit bin ich nicht einverstanden, ich bin anderer Meinung.
- Karte mit Fragezeichen: Das verstehe ich nicht, erkläre bitte!
- Gelbe Karte mit Ausrufezeichen: Kürzer reden!
- Rote Karte: Das war unfair! Das war ein Schlag unter die Gürtellinie!
- Blaue Karte: Ich kann nicht mehr, ich brauche eine Pause.
Es gibt auch die Möglichkeit, "Extremkarten" einzuführen.
Beispielsweise: "Karte mit Smiley" = "Das war super!" oder "Karte mit Heuli" = "Das war mies!" Hier besteht aber die Gefahr des Missbrauchs, was zu einer übermäßigen Meckerei oder zu Polarisierungen in der Gruppe führen kann.
2. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen sich mit den Gesprächsregeln einverstanden erklären. Sie gelten für alle verbindlich. Gibt es Änderungs- bzw. Ergänzungsvorschläge, werden diese diskutiert und aufgenommen.
3. Nun wird die Diskussion eröffnet. Die Moderation überwacht den Einsatz und den Gebrauch der Zeichen und reagiert entsprechend.

Hinweise für Durchführung:

keine

Pädagogische Hinweise:

keine

Vorbereitungen:

Es muss ein Plakat mit Gesprächsregeln und Kartensätze für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorbereitet werden (siehe Material und Verlauf/Beschreibung).

Personelle Erfordernisse:

keine

Benötigtes Material:

Plakat mit Gesprächsregeln,
Kartensätze mit "Zeichenkarten" für jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer (siehe Verlauf/Beschreibung)

Varianten:

Variante 1: Selbstverständlich können auch allgemeinere, nicht "stumme" Regeln und Zeichen vereinbart werden.

Sonstiges:

keine Angaben