Hintergrundbild Deutsches Kinderhilfswerk

Entwirrungen
Schlangengrube
Verwirrte Schlange

Kurzbeschreibung:

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fassen sich an den Händen und bilden eine Schlange, die sich durch den Raum schlängelt. Der Kopf der Schlange (Spielleitung) beginnt plötzlich, die Schlange zu "verwirren". Gelingt es, das Schlangen-Knäuel zu entflechten?

Methodentyp

Spiel

Altersgruppe:

10 - 99 Jahre

Gruppengröße:

10 - 30 Personen

Gruppeneigenschaften

Kinder
Jugendliche
Erwachsene

Dauer

ca.10 Minuten

Ort

drinnen und draußen

Verfahrensart

sich bewegen

Phase

am Anfang
in den Pausen
zwischendurch

Spielart

Bewegungsspiel
Kooperationsspiel

Spielcharakter

Spiel mit Gesamtgruppe als Gewinner

Anzahl Personal

1

Personal

(Spiel-) Leiterin/(Spiel-) Leiter

Vorbereitungsaufwand

kein

Materialbedarf

kein

Sozialform

in der Gesamtgruppe

Ziele

Abbau von Hemmungen und Barrieren
Aktivierung bei Lustlosigkeit
Eis brechen und entmuffeln (allgemeines Warming up)
Förderung und Anregung der Kommunikation
Förderung und Entwicklung der Zusammenarbeit/Kooperation

Durchführung:

1. Alle Spielerinnen und Spieler bilden eine lange Reihe und fassen sich an den Händen.
2. Der "Schlangenkopf" (bei jüngeren Spieler auf jeden Fall die Spielleitung) zieht die anderen hinter sich her und schlängelt sich durch den Raum.
3. Schließlich beginnt der "Schlangenkopf" sich zwischen seinen "Teilen" hindurchzuschlängeln (je häufiger desto schwieriger wird das Entwirren). Dabei kann der "Kopf" über die Arme steigen, unten durchkriechen, sogar zwischen den Beinen durchkrabbeln.
4. Dabei folgen die "Schlangenglieder" stets ihrem "Kopf", ohne die Hände loszulassen.
5. Schließlich gibt der "Schlangenkopf" dem "Schlangenende" seine freie Hand.
6. Nun muss sich das Schlangen-Knäuel" wieder entwirren (ohne die Hände dabei loszulassen).
7. Am Ende kann über die intensive Kooperation zwischen den "Schlangengliedern", die Voraussetzung ist, geredet werden.

Hinweise für Durchführung:

- Die Grundfassung (Gordischer Knoten) und alle Varianten fordern der Gruppe die gemeinsame "Entwirrung" einer verwickelten Situation ab.
Hier gibt es allerdings immer ein Erfolgserlebnis, da sich die Situation - anders als beim Gordischen Knoten - immer entwirren lässt.
- Dieses Spiel läßt sich gut als "Einlage" beim Tanzen verwenden (mit dazu passender Musik).
- Ketten, Ringe, Uhren sollte man bei diesem Spiel ablegen, um Verletzungsgefahren zu vermindern.
- Zu Beginn, nachdem sich die Schlange gebildet hat, könnten alle gemeinsam sagen: "Sind wir eine schöne Schlange!" Ist das Knäuel gebildet sagen alle: "Sind wir eine verwirrte Schlange!" Ist das Knäuel gelöst, sagen alle wieder: "Sind wir eine schöne Schlange!"

Pädagogische Hinweise:

- Die Spielleitung sollte sich bei der Phase des "Entwirrens" zurückhalten, um den Gruppenprozess nicht zu stark zu beeinflussen.
- Die Methode begünstigt die Zusammenarbeit in der Gruppe. Die Lösung des Problems ist hier wirklich eine Gemeinschaftsaufgabe.
- Dennoch treten sehr schnell aktivere und passivere Gruppenmitglieder hervor. Gruppenstruktur und Entscheidungsprozesse werden dadurch transparent.

Vorbereitungen:

keine

Personelle Erfordernisse:

keine

Benötigtes Material:

kein

Varianten:

Variante 1: siehe "Gordischer Knoten"

Sonstiges:

keine Angaben