Hintergrundbild Deutsches Kinderhilfswerk

Planungstreffen

Kurzbeschreibung:

Zu einem bereits beschlossenen Projektvorhaben sammeln Jugendliche eigene Ideen und erarbeiten erste Umsetzungsschritte.

Methodentyp

Sonstige Methode

Altersgruppe:

14 - 21 Jahre

Gruppengröße:

4 - 15 Personen

Gruppeneigenschaften

Jugendliche

Teilnehmerrekrutierung

feste Gruppen

Dauer

2 bis 3 Stunden

Ort

drinnen

Anzahl Personal

2

Personal

Moderator/in

Vorbereitungsaufwand

gering

Beteiligungsart

Projektorientierte Verfahren der Partizipation

Beteiligungsstufe

hoch

Ziele

Einblicke in die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen erhalten
mit Jugendlichen in Kontakt und Dialog treten
Motivation für kleine Beteiligungsprojekte

inhaltlich offen

ja

Durchführung:

Das Planungstreffen wird nach den Kernphasen der Zukunftswerkstatt (Kritik-, Phantasie- und Umsetzungsphase) strukturiert. Jedoch fehlen die kreativen und gruppendynamischen Elemente einer Zukunftswerkstatt. Beim Planungstreffen stehen eine Ergebnisorientierung und die Umsetzungsplanung im Vordergrund.

Vorbereitung

Abklärung grundsätzlicher Realisierungschancen mit den zuständigen Erwachsenen (Gemeinderat, Verwaltung und andere). Nur wenn das Vorhaben grundsätzlich (politisch) gewollt und realisierbar ist, macht ein Planungstreffen mit Jugendlichen Sinn. Veranstaltungsort organisieren (nach Möglichkeit sollte das Planungstreffen direkt vor Ort, also im Jugendraum, auf dem Bolzplatz oder im Bauwagen stattfinden).
- Terminvereinbarung mit den Jugendlichen
- Schriftliche Einladung an die Jugendlichen
- Erstellen eines Konzeptes für das Planungstreffen
- Formulieren von Leitfragen für die einzelnen Arbeitsschritte
- Visualisieren der Leitfragen und des Handlungskatalogs
- Zusammenstellen des Materials
- Aufbauen der Pinnwände und Auslegen des Materials am Veranstaltungsort
- Bereitstellen von Getränken

Beispiel für ein Planungstreffen: Bolzplatzerweiterung

Begrüßung

Die Moderation begrüßt die Jugendlichen und fasst Anliegen, Ziel und Ablauf des Planungstreffens zusammen. Jugendliche und Moderation stellen sich gegenseitig vor.Kritikphase (Bestandsaufnahme)

An einer Pinnwand ist die Leitfrage visualisiert: Der Bolzplatz
- Was ist in der Vergangenheit schief gelaufen?
- Was hat mich genervt?

Darüber diskutieren die Jugendlichen. Die Moderation schreibt die einzelnen Diskussionspunkte gut lesbar auf Moderationskarten (ein Punkt pro Karte) und hängt diese für alle sichtbar an die Pinnwand (siehe auch Brainstorming).
Äußern die Jugendlichen in der Diskussion viele Kritikpunkte, werden die Moderationskarten anschließend nach Themen sortiert.

Phantasiephase (Planungsphase)
Die nächste Leitfrage lautet:
- Was muss am Bolzplatz verbessert werden?
- Was braucht ihr noch für euren Bolzplatz?

Auch hier diskutieren die Jugendlichen und die Moderation schreibt parallel die einzelnen Punkte auf Karten und hängt diese an eine Pinnwand. Auf der Grundlage dieser Ideen zeichnen die Jugendlichen einen Plan (eine Skizze) ihres "idealen Bolzplatzes".
Tipp:
Bitte auf halbwegs realistische Vorschläge achten! Eine Beschriftung der einzelnen Elemente erleichtert Dritten später das Zurechtfinden auf dem Plan. Wenn die Jugendlichen es selbst thematisieren, können auch Regeln für die Nutzung des Bolzplatzes gemeinsam erarbeitet werden.

Umsetzungsphase Prioritätenbildung:

In einer weiteren Diskussion einigen sich die Jugendlichen auf die wichtigsten Ideen, die auf jeden Fall umsetzt werden sollen und schreiben diese Punkte auf.Handlungsplan:

Die Leitfragen für den nun folgenden Handlungsplan lauten:
- Was muss erledigt werden?
- Wer erledigt das? Bis wann?

Diese Punkte bitte mit bedenken:
- Ergebnisprotokoll vom Planungstreffen schreiben
- Materialliste zusammenstellen
- Angebote einholen
- Ergebnisse dem Gemeinderat (beziehungsweise dem zuständige Ausschuss) vorstellen und einen Antrag auf Finanzierung stellen

Die Jugendlichen halten die einzelnen Aufgaben fest und setzen die Namen der Jugendlichen hinzu, die sich dabei mitmachen wollen. Zum Schluss wird ein Termin für das nächste Treffen vereinbart.

Vorteile:

ergebnisorientierte, schnelle Methode, wenig Material

Benötigtes Material:

große Papierbögen, 2 Pinnwände, Nadeln, Moderationskarten, Streifen, Stifte

Voraussetzungen am Veranstaltungsort:

Platz für 2 Pinnwände