Hintergrundbild Deutsches Kinderhilfswerk

Interviewstreifzüge (1)

Kurzbeschreibung:

Kinder befragen andere Kinder und Erwachsene in ihrer Gemeinde.

Methodentyp

Sonstige Methode

Altersgruppe:

6 - 20 Jahre

Gruppengröße:

4 - 30 Personen

Gruppeneigenschaften

Kinder
Jugendliche

Teilnehmerrekrutierung

keine Angaben

Dauer

ca. 4 Stunden

Ort

drinnen und draußen

Anzahl Personal

2

Personal

Moderator/in

Vorbereitungsaufwand

mittlerer

Materialbedarf

mittlerer

Ziele

Interessen und Wahrnehmung von Kindern/Jugendlichen dokumentieren
Sammlung/Nennung von Kritik/Problemen/Negativem
Sammlung/Nennung von Positivem
Wünsche, Bedürfnisse und Meinungen von Kindern/Jugendlichen ermitteln

inhaltlich offen

ja

Durchführung:

Interviewstreifzüge können als Einzelaktion durchgeführt werden, um Meinungsbilder, Kritik und Wünsche zu einem Thema im Wohnumfeld der Kinder und Jugendlichen zu erhalten. Darüber hinaus eignen sie sich, um den Streifraum von Kindern und Jugendlichen kennen zu lernen. Sie können aber auch als Einstieg in Planungsprozessen oder um ein Anliegen in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, verwendet werden. Sie machen Spaß und ergeben bildhafte, sinnliche und eindrucksvolle Ergebnisse.
Durchführung
1. Die Moderation leitet den Interviewstreifzug kurz ein und erklärt das Vorgehen.
2. Danach werden Kleingruppen gebildet. Jede Kleingruppe bekommt das Material und eine kurze Einweisung in den Umgang mit dem Kassettenrecorder/ Diktiergerät. Außerdem spielt jede Kleingruppe probeweise ein Interview durch (Übung: "Wie spreche ich die Leute an?", "Wie hört sich die Stimme auf Band an?", "Worauf muss ich beim Aufnehmen achten?"...).
3. Nach dieser "Trockenübung" wird ein Zeitpunkt vereinbart, an dem sich die Kleingruppen wieder am Ausgangspunkt treffen (nach ca. 60 bis 90 Minuten). Dann ziehen die Kleingruppen los und führen die Interviews durch. Bei Kindern sollte je ein Helfer die Gruppen begleiten.
4. Für die spätere Auswertung sollte darauf geachtet werden, dass zu jedem Interview folgende Angaben schriftlich festgehalten werden:
a. Zeit: Wann wurde das Interview durchgeführt?
b. Ort: Wo wurde das Interview durchgeführt?
c. Person: Wer wurde befragt?
5. Zum vereinbarten Zeitpunkt treffen sich die Kleingruppen am Ausgangspunkt wieder und tauschen im Gespräch ihre Erfahrungen aus (Kekse und Getränke sind bei dieser Gelegenheit immer willkommen!).
6. Für die weitere Auswertung der Interviews sollte ein weiterer Termin mit den Kindern/Jugendlichen vereinbart werden.

Hinweise für Durchführung:

- Die Technik (Mikro, Batterien) muss unbedingt und in jedem Einzelfall getestet werden.
- Die Kleingruppen sollten aus drei bis sechs Personen bestehen.
- Unbedingt daran denken: Bei Kindern müssen die Kleingruppen durch einen Erwachsenen begleitet werden.
- Zur Dauer: Die Interviewstreifzüge selber dauern in der Regel 60 - 120 Minuten. Dazu kommen je etwa eine Stunde für die Vor- und Nachbereitung
-Die Interviewpartner müssen vor Beginn des Gesprächs ihr Einverständinis zur Aufnahme abgeben

Pädagogische Hinweise:

keine

Vorbereitungen:

Es wird (wenn möglich gemeinsam mit den Kindern) ein Interviewleitfaden zum Thema entwickelt. Dieser Leitfaden enthält die Fragen, die die Kinder/ Jugendlichen bei ihren Streifzügen an die Menschen in der Gemeinde richten. Als Rahmen für die Fragen bietet sich der Forschungsauftrag an (siehe Beispiel).

Personelle Erfordernisse:

keine

Benötigtes Material:

Für die Grundform:
Pro Kleingruppe einen Kassettenrekorder mit Mikrophon (oder Diktiergerät),
Leerkassetten,
Interviewleitfaden,
Kugelschreiber,,,
Klemmbrett.
Für Variante 1:
wie Grundform, aber zusätzlich Videokameras

Varianten:

Variante 1: Die Interviews können auch mit einer Video-Kamera gefilmt werden. Für die Einweisung in den Umgang mit der Video-Kamera sollte man sich etwas Zeit nehmen: Sinnvoll ist ein erstes "Probieren" vor dem Streifzug. Kleine, aber wichtige Details, die man unbedingt beachten sollte, werden so am deutlichsten: Dass es bei Interviews doch wichtig ist, den Ton anzuschalten und dass die Kamera möglichst ruhig gehalten werden sollte, damit einem beim Anschauen des Films später nicht schwindelig wird …

Sonstiges:

keine Angaben