Hintergrundbild Deutsches Kinderhilfswerk

Ampelspiel

Kurzbeschreibung:

Schnelles und vielfältig anwendbares Verfahren, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch Hochhalten von Kärtchen in Ampelfarben zu Impulsfragen, Thesen, Vorschlägen usw. ihre Ablehnung (rot), ihre Zustimmung (grün) äußern oder Unentschiedenheit und weiteren Diskussionsbedarf anmelden (gelb).

Methodentyp

Sonstige Methode

Altersgruppe:

6 - 99 Jahre

Gruppengröße:

4 - 100 Personen

Gruppeneigenschaften

Kinder
Jugendliche
Erwachsene

Teilnehmerrekrutierung

keine Angaben

Dauer

ca.10 Minuten

Ort

drinnen und draußen

Anzahl Personal

1

Personal

Moderator/in

Vorbereitungsaufwand

gering

Materialbedarf

gering

Ziele

(eigene/andere) Positionen wahrnehmen
Bilanz ziehen
Entscheidung/Auswahl zwischen Themen/Projekte
Entscheidungen treffen
Evaluation und Bewertung (Veranstaltung/Veranstaltungsteile)
Rückmeldung geben (Zwischen-Feedback)
Rückmeldung geben/ Feedback (allgemein)
Stimmungsbild erstellen

inhaltlich offen

ja

Durchführung:

Dieses Verfahren ist in vielen Phasen und zu vielen Zwecken einsetzbar. Einige Beipiele für den Einsatz sollen genannt werden.
a) Erstes Meinungs- und Stimmungsbild erstellen: Zu Beginn nennt die Moderation einige Aussagen zu einer Thematik ("Die Erwachsenen hören uns meisten zu." - "Erwachsenen nehmen uns ernst." - "Wir können überall mitbestimmen, wo es für uns wichtig ist." usw.)
b) Als Zwischenfeedback: "Mit unserer bisherigen Arbeit, bin ich zufrieden." - "Ich fühle mich müde und brauche eine Pause."
c) Als Abstimmungsverfahren über Vorschläge: Wenn schnelle Entscheidungen getroffen werden müssen, werden die Stimmen ausgezählt und notiert.
d) Als Abschlussbewertung: "Die Veranstaltung hat sich für mich gelohnt." - "Die Zusammenarbeit in der Gruppe was produktiv." usw.
Der Ablauf ist im Grunde immer gleich:
1. Die Moderation verteilt an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Satz Kärtchen in Ampelfarben (grün, gelb, rot) und erklärt die Bedeutung: Rot steht für Ablehnung oder Nichtzustimmung, gelb bedeutet "Ich bin unentschlossen.", "Ich sehe weiteren Diskussionsbedarf." und grün signalisiert Zustimmung.
2. Nun nennt die Moderation Aussagen, Impulsfragen, Thesen o.ä. und bittet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sich durch Hochhalten der ihrer Meinung entsprechenden Kärtchen zu äußern.
3. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten Zeit, um sich das Abstimmunungsergebnis anzuschauen, und Gelegenheit, andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach ihren Gründen für ihre Entscheidung zu fragen.

Hinweise für Durchführung:

keine

Pädagogische Hinweise:

- Auch wenn bei dieser Methode ein Mindestalter von 6 Jahren angegeben wurde, ist es durchaus denkbar, dass auch jüngere Kinder damit zurecht kommen. Über praktische Erfahrung mit dieser Altersgruppe verfügen wir bei diesem Verfahren nicht.

Vorbereitungen:

Für die Grundform:
Für jeden Teilnehmer wird ein Satz Kärtchen vorbereitet (eine rote, gelbe und grübe Karte)
Für die Variante 1:
Es werden aus Kato drei große, runde Scheiben in den Ampelfarben ausgeschnitten.

Personelle Erfordernisse:

keine

Benötigtes Material:

Für die Grundform:
für jeden Teilnehmer eine rote, gelbe und grüne Karte (aus festem Karton - etwa in Postkartenformat)
Für die Variante 1:
drei große, runde Scheiben in den Farben gelb, rot und grün

Varianten:

Variante 1: Gerade bei großen Gruppen ist der Materialaufwand unter Umständen sehr hoch. Um dies zu vermeiden können alternativ drei runde Pappscheiben in den Ampelfarben vorbereitet werden, die dann auf dem Boden ausgelegt werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stimmen dann ab, indem sie sich zur jeweiligen Farbe stellen.

Sonstiges:

keine Angaben