In diesem Baustein soll begründet werden, warum die Partizipation von Kindern und
Jugendlichen bedeutsam, ja unverzichtbar ist für das Aufrechterhalten und Weiterentwickeln
einer demokratischen Gesellschaft.
Das Leben im 21. Jahrhundert wird schon jetzt – und umso mehr gilt dies für die Zukunft
– geprägt vom schnellen technologischen, wirtschaftlichen und sozialen Wandel.
Der Einzelne fühlt sich oft überrollt und diesem Wandel ohne Mitwirkungsmöglichkeiten
ausgeliefert. Ihm bleibt nur, sich so gut als möglich anzupassen. Entscheidungsträger
strahlen wenig Souveränität und Vertrauen aus, es fehlt an glaubwürdigen
Visionen. So kann es nicht verwundern, dass gerade junge Menschen mehr und mehr das
Interesse an politischen Fragen verloren haben und längst auf Distanz gegangen sind.
Dabei wäre ein großer Teil der jungen Generation durchaus dafür zu gewinnen, sich für
das Gemeinwohl zu engagieren – wenn z. B. ansprechende Beteiligungsformen angeboten
würden. Dieses schlummernde Potenzial an Engagement zu überführen, wäre
eine ebenso wichtige wie lohnende Aufgabe für die nähere Zukunft.
Kinder und Jugendliche könnten mit ihrer Kreativität und ihren speziellen Kompetenzen
durchaus zu einer Verbesserung der Qualität politischer Entscheidungen beitragen.
Geeignete Instrumente und Formen der Beteiligung, von denen auch Erwachsene profitieren
würden, wären jedoch Voraussetzung dafür.