Hintergrundbild Deutsches Kinderhilfswerk

 


Kurzübersicht

 

Offene Jugendarbeit steht vor der Aufgabe, sich der Lebenswelt der Jugendlichen gegenüber zu öffnen, wenn das Ziel verfolgt wird, Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit sozialräumlich zu verankern und Strukturen und An­ge­bo­te an Interessen und Bedürfnissen junger Menschen zu orientieren. Der Ausgangspunkt aller konkreten Ge­stal­tung der Offenen Jugendarbeit muss die Lebenssituation der Jugendlichen (eines Stadtteils, einer Gemeinde) sein.

Das nachfolgend beschriebene Projekt wurde von den Mitarbeitern einer aus der Jugendzentrumsbewegung der 80er Jahre erwachsenen städtischen Jugendeinrichtung einer großen Kreisstadt entwickelt, in der sich eine typische Si­tu­a­tion großer Jugendeinrichtungen abzeichnete:

  • Dominierung des offenen Bereiches durch eine festgefügte Clique, mehrheitlich sogenannte sozial benachteiligte Jugendliche
  • Meidung des offenen Bereiches und anderer Angebote der offenen Jugendarbeit durch andere potenzielle Ziel­grup­pen
  • wenig Kontakte der Mitarbeiter zu Jugendlichen, Cliquen und Szenen „außer Haus“
  • Tendenz zur Ghettoisierung, im Sinne der Nutzung aller Ressourcen dieser Jugendeinrichtung durch eine Clique
  • langfristig drohende Legitimationsprobleme gegenüber Jugendlichen und Träger aufgrund der oben beschriebenen Sachverhalte

Vor diesem Hintergrund wurde mit dem Videoprojekt das Ziel verfolgt, mit der Methode der (aktivierenden) Vi­de­o­be­fra­gung an Szenenplätzen in der Stadt ...

  • Interessen, Bedürfnisse und Lebenslagen Jugendlicher direkt kennenzulernen
  • die Ressourcen des Städtischen Jugendhaus einer breiteren Schicht Jugendlicher bekannt und zugänglich zu machen
  • das Video im Rahmen einer Veranstaltung (z. B. Jugendkulturwoche) im Jugendhaus zu veröffentlichen und als Diskussionsgrundlage für die Weiterentwicklung der Praxis zu verwerten.

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