Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Einwanderungsland. Sie ist wie viele andere europäische Staaten auch kein geschlossener Nationalstaat
traditioneller Prägung mehr, sondern eine weltoffene Gesellschaft mit einer Vielzahl von Menschen, die nicht in Deutschland geboren sind oder deren Eltern in die Bundesrepublik eingewandert sind. Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund stellen einen wachsenden Anteil der Schülerschaft, jeder fünfte Schüler hat heute einen Migrationshintergrund, in einigen Großstädten haben inzwischen fast die Hälfte aller Kinder einen Migrationshintergrund, in vielen Schulen sind Migrantinnen und Migranten in der Mehrzahl.
Das Deutsche Kinderhilfswerk hat zu einigen zentralen Fragen der Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund Thesen und Forderungen formuliert: zur Frühförderung und Bildung sowie zu Fragen der Sprache und der Gesundheit. Diese können Sie hier downloaden.
>> Thesen und Forderungen
Deutschland und Europa brauchen auch im 21. Jahrhundert Zuwanderung und Zuwanderer. Dieser Herausforderung gilt es sich zu stellen. Nur wenn wir an dieser Aufgabe wachsen, wird die künftige Einwanderung uns bereichern und stärken. Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund sind ein Teil der Lösung vieler gesellschaftlicher Probleme, ihnen müssen aber von der Gesellschaft die entsprechenden Möglichkeiten gegeben werden. Daran müssen alle mitarbeiten: Politik und Zivilgesellschaft, Parteien und Verbände.
Für Rückfragen:
Uwe Kamp
Referent für Kinderpolitik
030/30 86 93 21
Aufsuchen statt Abwarten – Aufsuchende Handlungskonzepte in der Jugendsozialarbeit
11.11. - 12.11.2010