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Das 14. Bundestreffen engagierter Kinder und Jugendlicher

Seite 3 - Fortsetzung: Bericht über das 14. Bundestreffen engagierter Kinder und Jugendlicher

Katharina Gast: "Wir waren beim Bundestreffen in kleine Gruppen eingeteilt, die sich alle auf verschiedenste Weise mit dem Thema "Kinderrechte ins Grundgesetz" beschäftigt haben. Meine Gruppe & ich haben sehr gut zusammengearbeitet, wir haben viele Ideen auf den Tisch gebracht, die wir teilweise verworfen, teilweise aber auch sehr schön umgesetzt haben. Ich war erstaunt, wie sehr sich die Kinder & Jugendlichen bereits zu Hause mit dem Thema "Kinderrechte in Grundgesetz" auseinandergesetzt & mit ihren Eltern darüber diskutiert haben. Unsere eigentliche Arbeit war es dann nur noch, die ganzen tollen Ideen miteinander zu verknüpfen, was wir meiner Meinung nach gut hinbekommen haben. Das Miteinander stand an diesem Tag im Mittelpunkt, wir hatten alle ein gemeinsames Thema & Ziel und wie man bei der Präsentation am Abend unschwer erkennen konnte, hat jede Gruppe ihr Bestes gegeben & ein tolles Ergebnis erzielt!
Alle Kids waren total motiviert, voll im Thema drin & wahnsinnig gut vorbereitet! Ich hatte das Gefühl, dass sie wissen, dass sie mit ihrem Engagement etwas verändern können. Rumsitzen, Däumchen drehen & warten bis sich etwas tut, bringt nichts. Mich hat es sehr beeindruckt, dass ihnen das so klar ist & sie mit vollem Herzen dabei waren! Ein rundum toller Tag."

Theater spielen – das steht bei vielen Kindern und Jugendlichen auf der Wunschliste und hier hatten nun einige die Gelegenheit, das auch in die Tat umzusetzen. Die Kinder der Europaschule Pasewalk, die zum ersten Mal beim Bundestreffen dabei waren, setzten sich szenisch mit ihrem großen Problem, den Toiletten in ihrer Schule auseinander. Sie wollen, dass die Toiletten endlich renoviert werden und sie wollne dabei mitreden. Denn die Erfahrung zeigt, dass Dinge, bei denen man selbst mit Hand angelegt hat, wesentlich sorgfältiger behandelt werden.
Einem heiklen Thema widmeten sich die Mädchen aus Eickenrode, hier ging es um sexuellen Missbrauch und wie man damit umgeht. Das kleine Theaterstück, das sie zeigten, stimmte doch sehr nachdenklich.
Wenn man eher Couchpotato ist, dann kann es einen schon ganz schön treffen, wenn die Fernbedienung des Fernsehers kaputt geht. Bleibt man dann noch auf einem Sender hängen, wo es um Bewegung und gesunde Ernährung geht, kann man das so oder so sehen. In der Theater- szene des Kinderortsbeirates aus Rostock lassen sich die bisher eher bewegungs- resistenten Fernsehzuschauer bekehren und beschließen fortan, draußen zu spielen anstatt vor dem Fernseher abzuhängen.
Große Unterstützung bekamen die kleinen Schauspielerinnen und Schauspieler von Markus Majowski, der aus seinem reichen Erfahrungs- schatz aus Film, Fernsehen und Theater schöpfen und ihnen viele Anregungen geben konnte.

Mit Musik geht alles besser – auch die Kinderrechte lassen sich so gut unter die Menschen bringen und so sahen das auch die Kinder und Jugendlichen aus Bremerhaven und Dormagen. Zusammen mit der Band Cherona schrieben sie einen neuen Text auf einen ‚alten’ Song der Band: Ching Chang Chong. Wer den Song einmal gehört hat, der hat eine ganze Weile einen Ohrwurm und wenn man dann noch den richtigen Text dazu kennt, dann bleiben die Kinderrechte im Ohr. Die Mädchen und Jungen waren mit Feuereifer bei der Sache und auch die vier Bandmitglieder hatten eine Menge Spaß. Neben dem Einstudieren des Textes und des gemeinsamen Gesanges ließen sie es sich nicht nehmen, auch noch eine kleine Choreografie zu entwickeln. Höhepunkt für alle war der gemeinsame Auftritt auf der Präsentation der Ergebnisse und die Jugendlichen aus Bremerhaven hatten sogar noch die Chance, gemeinsam mit Cherona auf der Hauptbühne des Weltkindertagsfestes in Berlin aufzutreten und ‚ihren’ Song einem breiten Publikum vorzustellen.



Der Auftritt von Cherona beim Weltkindertagsfest in Berlin.

Cherona: "Generell hat uns natürlich am meisten Spaß gemacht, mit den Kindern beim Workshop zu arbeiten und gemeinsam einen neuen deutschen Text zum Thema “Kiderrechte” auf unseren Song “Ching Chang Chong” zu erarbeiten. Wir fanden dies, auch mit den anschließenden Aufnahmen im Tonstudio super gelungen! Die Kids haben mit sehr viel Engagement und Kreativität mitgearbeitet!
Vor allem die verschiedenen künstlerischen Darbietungen vom Workshop haben uns beeindruckt. Sehr mutig und außergewöhnlich fanden wir, dass genauso verschiedene sehr schwierige Themen, wie z.B. Kindesmisshandlung oder sexueller Missbrauch in der Familie, aufgegriffen und thematisiert wurden. Das war wirklich ungeheuer beeindruckend!!! Respekt!"

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