Inhalt:
> Open Space
> Das Gesetz der zwei Füße
> Recht auf Informationen und Zugang zu den Medien - Möglichkeiten und Gefahren
> Kreative Umsetzung
> Präsentation der Ergebnisse
> Kooperationspartner
> Veranstaltungsort
> vorläufiges Programm
> Teilnehmende Gruppen
> Weitere Informationen
Das diesjährige Bundestreffen unter dem Motto „Chancengleichheit für ALLE Kinder – Fit für die Medienwelt!“ widmet sich der Problematik: Chancen und Risiken bei der Entdeckungsreise durch die Medienwelt.
Nachdem sich im vergangenen Jahr alle Beteiligten durchweg positiv dazu geäußert hatten, wird der 1. Teil wieder als Open Space durchgeführt. Auch diejenigen, die beim letzten Mal noch skeptisch waren, ob man diese Methode tatsächlich mit Kindern und Jugendlichen zwischen acht und 18 Jahren anwenden kann, waren am Ende davon überzeugt, dass es funktioniert. Die Beteiligten hatten daran weitaus mehr Spaß und waren viel interessierter bei der Sache, als es bei der herkömmlichen Arbeit in Workshops der Fall war.
Open Space
Beim Open Space gibt es keine Tagesordnung. Zu Beginn der Veranstaltung versammeln sich alles Teilnehmende im Plenum, denn in der ersten Stunde entsteht die gesamte Arbeits- und Zeitplanung. Dann folgen alle dem, was für sie interessant und wichtig ist. Und die Regeln sind einfach: „Die, die da sind, sind genau die Richtigen!“ – „Es fängt an, wenn die Zeit reif ist.“ – „Augen auf, mit Überraschungen ist zu rechnen!“ – „Was auch immer geschieht: es ist das Einzige, was geschehen konnte.“ – „Vorbei ist vorbei. Nicht vorbei ist nicht vorbei.“
Das Gesetz der zwei Füße:
Jede und jeder hat das Recht, die Arbeitsgruppe zu verlassen und so mit den Füßen abzustimmen, wenn sie bzw. er das Gefühl hat, nichts mehr beitragen oder lernen zu können.
Alle sind in diesem Sinne nicht nur für sich selbst verantwortlich, sondern auch für die anderen und damit auch für das Gelingen der gesamten Veranstaltung.
Zeig dich - sei präsent – sei aufrichtig – lass los und lass es laufen.
Beim Open Space gibt es Hummeln und Schmetterlinge. Hummeln vertiefen sich in ein Thema, nehmen sich aber nach einiger Zeit die Freiheit, weiterzufliegen und bei einer anderen Gruppe befruchtend zu wirken. Schmetterlinge nehmen es leichter als die Hummeln, vertiefen sich nicht in ein Thema, sondern fliegen von Gruppe zu Gruppe weiter.
Recht auf Information und Zugang zu den Medien – Möglichkeiten und Gefahren
In Artikel 13 und Artikel 17 der UN-Kinderrechtskonvention geht es um Meinungs- und Informationsfreiheit und den Zugang zu den Medien. Kinder und Jugendliche haben das Recht darauf, sich zu informieren und sich eine eigene Meinung zu bilden. Dabei sollen ihnen Informationen und Material über die Ländergrenzen hinweg zugänglich sein. Sie sollen in der Lage sein, die unterschiedlichsten Informationsquellen zu nutzen. Dabei muss aber auch immer beachtet werden, dass sie vor Informationen und Material, welche ihrem Wohlergehen schaden und als kinder- und jugendgefährdend einzustufen sind, geschützt werden.
Mit dem „Siegeszug“ des Internet wird es immer einfacher für Kinder und Jugendliche, Informationen und Material zu finden, die sie interessieren und die für sie auch wichtig sind. Gleichzeitig steigt damit aber auch die Gefahr, an solche Inhalte zu gelangen, die nicht für Kinder und Jugendliche bestimmt sind.
Neben der Gefahr, auf kinder- und jugendgefährdende Informationen zu stoßen, besteht aber auch noch die Gefahr der Ausgrenzung – nämlich dann, wenn Familien sich keinen Internetanschluss und keinen Computer leisten können. Damit sind sie in der Schule Außenseiter, weil sie ihre Hausaufgaben nicht so effektiv machen können, wie andere, die jederzeit Zugang zu Computer und Internet haben. Später in der Ausbildung haben sie auch das Nachsehen, weil sie nicht so fit im Umgang mit Computerprogrammen sind. Und in der Freizeit können sie nicht mit den Freundinnen und Freunden chatten, können nicht mal eben schnell das aktuelle Kinoprogramm abfragen oder sich über aktuelle Angebote für ihre Freizeit informieren. Eine Benachteiligung besteht zudem darin, dass nicht alle Kinder und Jugendliche in gleicher Weise mit dem Medium Internet umgehen. Gerade weil das Internet Möglichkeiten zur Partizipation und Interaktivität bietet, ist es wichtig, Kinder und Jugendliche darin zu unterstützen, zu medienmündigen Bürgerinnen und Bürgern zu werden. Ziel ist, das Internet für ihre Bedürfnisse einzusetzen, ihre Meinung öffentlich zu kommunizieren für eine frühzeitig demokratische Teilhabe an unserer Gesellschaft.
Aber selbst, wenn man Computer, Internet, Fernsehen, Radio und all die anderen Medien jederzeit zur Verfügung hat, bedeutet das noch lange nicht, dass man sie auch sinnvoll nutzen kann. Deshalb ist es notwendig, Kindern und Jugendlichen so früh wie möglich den Umgang mit diesen Medien beizubringen, sie dafür fit zu machen, damit sie Gefahren erkennen und sie vermeiden können, aber auch, damit sie alle Möglichkeiten, die sie bieten, voll ausschöpfen können.
All die damit verbundenen Fragen und Probleme werden Gegenstand des Austausches auf dem Bundestreffen sein.
Kreative Umsetzung
All das, was sich die Teilnehmenden zum großen Themenkomplex Information und Medien erarbeiten, können sie dann am zweiten Tag des Bundestreffens kreativ umsetzen. Dazu bieten sich die unterschiedlichsten Sachen an: vom Poster über T-Shirts und Buttons bis hin zum Rapsong, einem Radiospot, einem Theaterstück oder einem Zeitungsartikel – so ziemlich alles ist möglich, was sich mit Fantasie, Pinsel, Farbe, Papier, Stoff, Foto- und Videokamera, Kugelschreiber und Papier, Musik und Tanz, Theater und Gesang machen lässt.
Präsentation der Ergebnisse
Die Ergebnisse dessen, was sich die Kinder und Jugendlichen im Open Space und in der kreativen Umsetzung erarbeitet haben, werden sie am letzten Tag des Bundestreffens vor allen Teilnehmenden, vor Vertreterinnen und Vertretern des Gastgeberlandes Rheinland-Pfalz, der Stadtverwaltung von Trier und allen Interessierten aus dem Trierer Stadtparlament und den Kinder- und Jugendeinrichtungen der Stadt Trier präsentieren.
Alle Ergebnisse werden im Nachgang auch im Internet und in unserer Zeitschrift KiD (Kinderpolitik in Deutschland) veröffentlicht und fließen in die weitere Arbeit des Deutschen Kinderhilfswerkes ein.

Kooperationspartner
Das 13. Bundestreffen findet auf Einladung des Rheinland-Pfälzischen Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur in Trier statt und reiht sich in die rheinland-pfälzische Woche der Kinderrechte ein, deren Schwerpunkt in diesem Jahr das Kinderrecht auf Information ist.
Das Jugendamt der Stadt Trier, hier insbesondere die Stadtjugendpflegerin Susanne Schmitz, und das Jugend- und Kulturzentrum Exzellenzhaus mit seinem Leiter Hilger Hoffmann und seiner Assistentin Jeanne Smyczynski sind die Kooperationspartner vor Ort.
Veranstaltungsort
Veranstaltungsort ist das Jugend- und Kulturzentrum Exzellenzhaus – kurz Exhaus -, das direkt an der Mosel liegt und mit der Jugendherberge, in der die Teilnehmenden untergebracht sind, über einen Fuß- und Radwanderweg verbunden ist. Das Exhaus gibt es schon eine ganze Weile und es ist ein beliebter Treffpunkt. Hier gibt es z. B. ein Kulturbüro, ein Internetcafé, eine Kletterwand, ein Mädchenbüro und einen Kinderhort. Außerdem kann man hier legal und ungefragt an dafür ausgewiesenen Graffiti-Flächen sprühen.Unterkunft
Alle Teilnehmenden sowie die Betreuerinnen und Betreuer sind in der Jugendherberge der Stadt Trier untergebracht. Sie liegt ebenfalls direkt an der Mosel. Insgesamt gibt es hier 228 Betten in 1-, 2- und 4-Bett-Zimmern, die alle mit Dusche und WC ausgestattet sind. Neben dem Bistro, der Café-Bar und einem Snackbereich gibt es zwei Speiseräume und im Sommer auch Biergartenbetrieb. Wenn das Wetter mitspielt und wir Glück haben, dann wird das auch Ende September noch so sein.
Ein wichtiger Hinweis für alle teilnehmenden Gruppen, die einen DJH-Ausweis haben:
Mit der Bahn günstig in die Jugendherberge
Die Reiseagentur Friedrichstadt bietet DJH-Mitgliedern vergünstige RIT-Tickets für die Hin- und Rückfahrt innerhalb Deutschlands, die ausschließlich in Verbindung mit Aufenthalten in einer Jugendherberge gelten. Auch Schulklassen und Gruppen können dieses Angebot nutzen. Eine Buchungsbestätigung muss bei der Fahrt mitgeführt werden.
Über die Buchungshotline 04881-936340 oder den Link http://www.anreise-jugendherberge.de/ nimmt der Kooperationspartner die Anfragen entgegen. Die Bezahlung erfolgt ausschließlich per Lastschrift. Tickets werden per Brief oder online per E-Mai zugesendet. Im Falle einer Stornierung kann das Ticket bis zum 1. Geltungstag kostenfrei an die Agentur zurückgegeben werden.
Tag |
Zeit |
Was |
Wo |
Freitag |
bis 15:00 |
Anreise in der Jugendherberge Trier |
JH Trier, Org-Büro |
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16:30 |
Begrüßung der TN |
JH Trier |
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17:00 |
BetreuerInnenbriefing |
JH Trier |
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18:00 |
Abendessen |
JH Trier |
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19:00 |
Kennenlernaktion |
Jugendzentrum Exhaus |
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22:00 |
Nachtruhe |
JH Trier |
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Samstag |
08:00 |
Frühstück |
JH Trier |
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09:00 |
Eröffnung der Veranstaltung Vera Reiß, Staatssekretärin RLP (angefragt) Achim Hettinger, Leiter des Jugendamtes der Stadt Trier Hajo von Gottberg, Vizepräsident des Deutschen Kinderhilfswerkes |
Jugendzentrum Exhaus |
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09:30-18:00 |
Open Space: „Chancen und Risiken bei der Entdeckungsreise durch die Medienwelt?“ |
Jugendzentrum Exhaus |
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18:15 |
Abendessen, Abendprogramm (Konzert, Kino) |
Jugendzentrum Exhaus/JH Trier |
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22:00 |
Nachtruhe |
JH Trier |
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Sonntag |
08:00 |
Frühstück |
JH Trier |
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09:30-12:30 |
kreative Umsetzung |
Jugendzentrum Exhaus |
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12:30 |
Mittagessen |
JH Trier |
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anschl. |
Pause, Freizeit |
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13:30 |
kreative Umsetzung |
Jugendzentrum Exhaus |
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18:30 |
Abendessen, Abendprogramm (Stadtführung, Kino) |
JH Trier, Stadt Trier |
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22:00 |
Nachtruhe |
JH Trier |
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Montag |
08:00 |
Frühstück |
JH Trier |
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10:00-12:00 |
Abschlusspräsentation Georg Bernarding, Bürgermeister der Stadt Trier (angefragt) Sandra Ostermann, Referentin für Medien, Deutsches Kinderhilfswerk |
BBS Wirtschaft, Aula
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ab 12:30 |
Abreise |
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Teilnehmende Gruppen:
Angemeldet sind bisher 22 Gruppen mit rund 105 Kindern und Jugendlichen. Sie kommen aus folgenden Projekten und Orten:
Kinder- und Jugendparlament Tempelhof-Schöneberg |
Berlin |
Lortzingclub Kiezexperten |
Berlin |
Neuköllner Kinderbüro |
Berlin |
Schülerrat der Theodor-Angerhausen-Schule |
Dormagen |
Forscherkids Eickenrode |
Eickenrode |
KINDERVEREINIGUNG Frankfurt/Oder e. V. |
Frankfurt/Oder |
Kinder- und Jugendparlament Freiberg |
Freiberg |
Jugendgruppe Kinderwald |
Hannover |
Bejugahs |
Hannover |
Jugendparlament Itzehoe |
Itzehoe |
Kinderbüro Winzerla |
Jena |
Münchner Kinder- und Jugendforum SPITZER - Die Zeitung für das Junge München |
München |
Jugendwerk Ostbevern e. V. |
Ostbevern |
Kinderbeirat Rheine |
Rheine |
Rostocker Freizeitzentrum Kinderortsbeirat |
Rostock |
Kinder- und Jugendparlament Senftenberg |
Senftenberg |
Kinder- und Jugendbeirat Sondershausen |
Sondershausen |
Treffpunkt Am Weidengraben e. V. |
Trier |
Medien AG DBH Ev. Kirche Trier |
Trier |
Bürgerhaus Trier-Nord |
Trier |
Evang.-Luth. Kirchengemeinde Projekt Edemissen Eickenrode |
Uetze |
Int. Kinder- und Jugendparlament "Neiße" |
Zittau |
Weitere Informationen:
Infostelle des Deutschen Kinderhilfswerkes
Sylvia Mertsching
Leipziger Straße 116-118
10117 Berlin
fon: 030/30 86 93 27
email: mertsching@dkhw.de
Aufsuchen statt Abwarten – Aufsuchende Handlungskonzepte in der Jugendsozialarbeit
11.11. - 12.11.2010